Zusammenschluss kommunaler Versorger entwickelt Windenergieanlagen auf dem Weitfeld bei Vaihingen an der Enz

Stuttgart – Die Stadtwerke Stuttgart und die KommunalPartner (Stadtwerke Tübingen, Stadtwerke Mühlacker, Stadtwerke Bietigheim-Bissingen, Stadtwerk am See, Energieversorgung Filstal und Stadtwerke Schwäbisch Hall) bündeln ihre Kräfte. Gemeinsam mit dem in der Region ansässigen Unternehmen Stromernte planen sie von nun an die Errichtung von Windenergieanlagen auf dem Weitfeld bei Vaihingen an der Enz. Die Kooperation der lokalen Partner hebt Synergien und stellt zudem eine umfassende kommunale Mitsprache sicher.
Der Windpark soll in dem von der Region Stuttgart im aktuellen Entwurf des Teilregionalplans vorgesehenen Windvorranggebiets (LB-16) zwischen Kleinglattbach (Vaihingen an der Enz), Oberriexingen und Sersheim entstehen. Schon länger planen die jetzt beteiligten Unternehmen den Ausbau der Windenergie in dem Gebiet. Der angestrebte Zusammenschluss ermöglicht eine ganzheitliche Planung der verfügbaren Fläche.

Im Verbund stärker für die Region

„Als kommunale Stadtwerke der Region gemeinsam den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien anzugehen, ist für alle Partner folgerichtig und sinnvoll“, erklärt Peter Drausnigg, Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart. „Wir stehen noch ganz am Anfang der Planungen des Weitfeld-Projekts, aber dieses starke Zeichen der Zusammenarbeit stimmt uns sehr zuversichtlich. Gemeinsam können wir für die Region einfach mehr erreichen.“ Durch die geplanten Windenergieanlagen gehe man im Klimaschutz einen großen Schritt nach vorn. Die voraussichtlichen Einnahmen der Windenergie stabilisierten zusätzlich die öffentlichen Haushalte und kommen damit den Menschen vor Ort zugute. „Die Erträge der geplanten Windenergieanlagen fließen nicht ab, sondern bleiben in der Region, das ist ein wichtiges Signal“, erklärt Projektpartner Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der KommunalPartner. So gehe der Erhalt der Wertschöpfung vor Ort mit dem Respekt der regionalen Belange Hand in Hand. Dazu gehöre unter anderem auch der Erhalt des Naherholungswerts im Weitfeld. „Die Kooperation schafft neue Möglichkeiten, die Planung so verträglich wie möglich für Mensch und Natur auszugestalten. Zum Beispiel lässt sich die Zuwegung und Netzanbindung des Windparks viel sinnvoller planen durch die gemeinsame Nutzung der erforderlichen Infrastruktur“, so Wiebecke weiter.

Energieerzeugung in die eigene Hand nehmen

Die Planungen des Windparks befinden sich noch ganz am Anfang. Mit einer Inbetriebnahme ist nicht vor 2027 zu rechnen. Den Projektpartnern ist wichtig, auch die Öffentlichkeit frühzeitig und umfassend über das Vorhaben zu informieren und einen kontinuierlichen Austausch mit den Menschen vor Ort zu etablieren. Dazu ist unter anderem eine gemeinsame Bürgerinformationsveranstaltung vorgesehen.

Windpark direkt flankiert von PV-Anlage

Südöstlich von Kleinglattbach planen die Stadtwerke Stuttgart und Stromernte zusätzlich einen Solarpark mit circa 40 bis 50 Megawatt installierter Leistung auf 35 bis 40 Hektar entlang der Bahngleise. Eine Baugenehmigung für diese Anlage soll in Kürze eingereicht werden. Der Solarpark wird mit den Windrädern kombiniert. Es entsteht ein sogenannter hybrider Energiepark mit konkreten Vorteilen: Flächen und Netzinfrastruktur werden bestmöglich genutzt, ebenso das Naturangebot an Sonne und Wind.