Fragen und Antworten

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Dann sind Sie hier richtig! Wir beantworten hier Fragen speziell zum Energiepark Weitfeld. Und wenn Ihre persönliche Frage an dieser Stelle noch nicht beantwortet wurde, schreiben Sie uns. Ihre Frage könnte auch andere interessieren.

Fragen und Antworten zum Energiepark Weitfeld

icon/arrow-right Warum Erneuerbare bei uns hier in Baden-Württemberg?

Deutschland hat die eigenen Klimaziele zuletzt nochmals verschärft: Bis zum Jahr 2045 soll der Treibhausgasausstoß rechnerisch null betragen. Baden-Württemberg hat 2040 als Zielmarke gesetzt – fünf Jahre früher. Die Stadtwerke Stuttgart fühlen sich in besonderem Maße verpflichtet, ihren Beitrag in unserer Region zum Erreichen dieser Ziele zu leisten.
Für den notwendigen Wandel braucht es Veränderungen in allen Lebensbereichen und Wirtschaftszweigen, doch vor allem in der Energiewirtschaft. Kohle, Öl, Gas und Kernenergie waren bislang die wichtigsten Energiequellen. In Zukunft sollen Strom und Wärme sowie Mobilität aus erneuerbaren Energien dominieren: Durch die Kraft von Sonne, Wind und Wasser. Hinzu kommen finanzielle Vorteile der Stromproduktion vor der Haustür: Der Gemeinde kommen direkte Einnahmen aus dem Betrieb der Windenergieanlage zugute. Allein die Kommunalabgabe nach §6 EEG kann fünfstellige Beträge generieren.
Zusätzlich können die Stadtwerke mit mehr „grüner“ Energie im Portfolio ihren Kundinnen und Kunden attraktive Ökostromangebote machen. 
Und Windkraft ist nur ein Teil im Erzeugungs-Mix, den die Stadtwerke Stuttgart vor Ort allein oder in Kooperation mit Partnerinnen und Partnern realisieren: Auf unserer Website ​​​​​​ sind alle Erneuerbare-Energien-Projekte gelistet – unter anderem haben wir über 9.000 Megawatt installierte PV-Leistung realisiert.

icon/arrow-right Warum reicht es nicht aus, nur einen Windpark oder einen Solarpark zu bauen?

Ein großer Vorteil des Zusammenspiels von Wind- und Solarenergie ist die optimale Auslastung der Netzinfrastruktur im Standortgebiet: Solaranlagen erzeugen ihren Strom vor allem in den Sommermonaten, Windenergieanlagen erreichen ihre maximale Leistung im Winter. Das erspart Kosten für den Ausbau des Stromnetzes. 

icon/arrow-right Wie können Anwohnende mehr erfahren?

Es sind verschiedene Maßnahmen geplant, um die Menschen, die in der Nähe des geplanten Energieparks leben, möglichst umfassend zu informieren. Auf dieser Website haben wir aktuelle News und Wissenswertes rund um das Projekt aufbereitet. Geplant ist außerdem eine Bürger-Informationsveranstaltung Anfang 2026. Während des Genehmigungsverfahrens wird es bei Bedarf weitere Veranstaltungsformate geben. 

icon/arrow-right Was haben die Menschen vor Ort davon?

Den umliegenden Gemeinden kommen durch die Kommunalabgabe (nach §6 EEG) direkte Einnahmen aus dem Betrieb der Windkraftanlagen zugute. Sie können über diese Einnahmen frei verfügen. Von dadurch möglichen Investitionen profitieren ihre Bürgerinnen und Bürger. Zudem bieten die Stadtwerke Stuttgart auch eine finanzielle Bürgerbeteiligung an – so können Anwohnerinnen und Anwohner Anteile an den Windanlagen zeichnen und selbst zu Stromproduzenten werden. Auf diese Art bleibt die Wertschöpfung in der Region und das Kapital fließt nicht an überregionale Investoren ab.

Fragen und Antworten zum Windpark Weitfeld

icon/arrow-right Warum engagieren sich die Stadtwerke für Windenergie?

Windenergie ist eine der saubersten Energiequellen und reduziert unseren CO2-Fußabdruck erheblich. Sie ist zentral für die Energiewende vor Ort. Mit Windenergie investieren die Stadtwerke in eine stabile und sichere Energieversorgung für kommende Generationen. Mit der lokalen Produktion machen wir uns unabhängiger von Energieimporten. Der Windpark stärkt die lokale Wirtschaft, bringt anliegenden Kommunen finanzielle Einnahmen und gibt Bürgerinnen und Bürgern Möglichkeiten zur finanziellen Beteiligung.

icon/arrow-right Wie groß ist der Flächenverbrauch?

Für die Windenergieanlagen werden jeweils circa 0,5 Hektar für Fundament, Kranstellfläche und Kranausleger benötigt. Das entspricht etwa die Hälfte eines Fußballfelds. Dazu kommen circa 0,7 Hektar für Lager-/Montageflächen und Transportflächen, die aber nur temporär benötigt werden. Die Flächen werden ausgeglichen. Wenn die Windräder ausgedient haben, werden sie (inklusive ihrer Fundamente) vollständig zurückgebaut. 

icon/arrow-right Wie tief ist das Fundament?

Das Fundament sichert die Standfestigkeit der Windenergieanlage und leitet alle Lasten, die aus dem Windrotor und der Eigenbewegung der Anlage kommen, in den Erdboden weiter. Bei Windenergieanlagen an Land sind Flachgründungen am weitesten verbreitet. Dabei erfolgt die Gründung in der Regel nach dem gleichen Prinzip wie das Aufstellen eines Sonnenschirms mittels eines schweren, runden Fußes: Dazu werden meist runde Platten aus Beton und Stahl in den Boden eingebracht. Die Platten leiten die Kräfte gleichmäßig in den Untergrund ab. Aus mit Stahl bewehrtem Beton wird dabei eine runde Basis gegossen, die einerseits durch ihr Gewicht den Gesamtschwerpunkt der Anlage weiter nach unten verlegt und andererseits durch ihren Durchmesser die so genannte Kippkante ausreichend weit vom Anlagen-Schwerpunkt legt.

icon/arrow-right Weht denn da genug Wind?

Um die Wirtschaftlichkeit des Standorts zu beurteilen, führen die Stadtwerke Stuttgart und ihre Projektpartner seit Mai 2025 Windmessungen durch. Die Windmessungen erfolgen über einen Zeitraum von 12-Monaten und werden danach ausgewertet.  Die Auswertung liegt voraussichtlich im Herbst 2026 vor.

icon/arrow-right Macht das nicht viel Schatten?

Der Schattenwurf durch Windräder ist gesetzlich streng begrenzt: Er darf an Ihrem Wohnort höchstens 10 Stunden im Jahr und 30 Minuten pro Tag auftreten. Diese Werte beziehen sich auf den theoretisch maximal möglichen Fall der Verschattung. In der Praxis ist die tatsächliche Belastung meist deutlich geringer, zum Beispiel durch Wetter oder Bewölkung. Die Gutachten zur Verschattung werden derzeit erstellt.

icon/arrow-right Wird das nicht laut?

Der Lärm durch Windräder ist gesetzlich streng begrenzt. Die zulässigen Werte hängen vom Gebiet ab (z. B. Wohngebiet oder Dorf) und liegen typischerweise bei ca. 35–55 Dezibel nachts und 45-60 Dezibel tagsüber. Diese Grenzwerte müssen an allen Immissionsorten eingehalten werden, um Anwohner vor übermäßigem Lärm zu schützen.

Zum Vergleich ein durchschnittlicher Kühlschrank ist im Vergleich 35-45 Dezibel laut.

Fragen und Antworten zum Solarpark Weitfeld

icon/arrow-right Warum muss eine Freiflächen-Photovoltaikanlage umzäunt werden?

Ein Zaun ist notwendig, um Versicherungs- und Haftungsvorgaben zu erfüllen. Er schützt vor unbefugtem Zutritt, da auf dem Gelände Lebensgefahr durch Hochspannung besteht. Außerdem dient er dem Schutz vor Diebstahl und Vandalismus.

icon/arrow-right Kann eine Freiflächen-Photovoltaikanlage Personen durch eine eventuelle Blendung beeinträchtigen?

Photovoltaik-Module können durch ihre Glasoberfläche Licht reflektieren und dadurch Blendungen verursachen. Deshalb werden Freiflächen-Photovoltaikanlagen in der Nähe von Autobahnen, Straßen, Bahnstrecken oder Flughäfen in der Regel einem sogenannten Blendgutachten unterzogen. Sollte dabei ein relevantes Blendpotenzial festgestellt werden, lassen sich entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung ergreifen – etwa durch den Einsatz von Blendschutzzäunen oder Antireflexbeschichtungen. Ein Blendgutachten für die Anlage Kleinglattbach bestätigt, dass keine relevante Blendwirkung durch die Anlage entsteht.

icon/arrow-right Wie lange ist die Nutzungsdauer des Solarparks?

Die Freiflächen-Photovoltaikanlage ist auf eine Nutzungsdauer von 30 Jahren ausgelegt. Die genaue Laufzeit wird vertraglich zwischen den Flächeneigentümern und uns vereinbart.

icon/arrow-right Wie werden die Flächen gepflegt?

Für die Pflege der Fläche in Kleinglattbach werden Schafe eingesetzt werden.

icon/arrow-right Wird die Fläche bewirtschaftet?

Zur nachhaltigen Nutzung der Fläche ist vorgesehen, den Solarpark mit einer extensiven Schafbeweidung zu kombinieren. Die Anlage wird entsprechend geplant, sodass die Modulreihen ausreichend hoch und zugänglich für die Tiere sind. Durch diese Kombination entsteht ein Mehrwert für Landwirtschaft und erneuerbare Energie.